Samstag, 26.03., nach dem Auslesen des Winterzeit-Flugs bekomme ich von Werner noch die Wendepunkte und Aufgaben in mein LX5000 aufgespielt, was ja mein Pilot an dem Morgen irgendwie nicht auf die Reihe bekommen hatte. Ein kurzer Check: Jawohl, das funktioniert jetzt.
Sonntag, 27.03., ich werde aus dem Schapp geholt und vor die Werkstatt gerollt. Jetzt soll meinem seltsamen E-Vario-Verhalten auf den Grund gegangen werden, um evtl. in Blauthermik (so sagt es der DWD voraus) noch einen Probestart zur Überprüfung zu machen. Nach Abbau der I-Pilzabdeckung ist der Fehler schnell entdeckt: Der Schlauch mit "PSt (TE)"-Aufkleber gehört einfach nicht nur auf "PSt" sondern eben auch auf "PSt (TE)"! Die elektronische Kompensation wieder raus und ab zum Start. 5 Minuten später bin ich aufgerüstet.
Der Bundesliga-Mannschaftskapitän sagt Wolken vorher und noch 1 Stunde später sind diese auch da. Zunächst nur in Sichtweite, bald aber auch am Platz. Ich stehe hinten, aber die Reihen lichten sich zügig vor mir, den Astir noch beiseite geschoben, weil der Pilot noch fehlt. Um 11:10 Sommerzeit der Start, im LX5000 ein Heide-300er. Nach dem Ausklinken gleich in den Bart der von der "XV" angezeigt wird und mit unglaublichen 3,5m/s geht es sofort auf 4000 erlaubte Füße. Vario geht, noch ein wenig die Dämpfung eingestellt, jetzt passt wieder alles. Pilot zufrieden.
Der erste Schenkel geht Richtung Verden, es kommt aber kein so guter Aufwind mehr, wie direkt nach dem Start. Auch die Heide entwickelt sich nicht, da bleibt es blau. Also hat weder das eine noch das andere Wetterorakel recht. Da von der "BV" gute Wetterbedingungen im Westen gemeldet werden, wird der Plan ein FAI-Dreieck in der Heide zu fliegen, kurzerhand über den Haufen geworfen. Neuer Plan: Südlich um Hannover rum.
Richtung Nienburg und weiter an Petershagen vorbei über Minden auf die Porta Westfalica zu sind die Steigwerte zunächst nur mäßig um 1m/s. Erst ab Minden wird es besser. Jetzt sind auch mal über 2m/s drin. Über Rinteln, an Hameln vorbei geht's zum Kraftwerk Grohnde, das aber nicht so gut geht wie es aussieht. Weiter parallel am Flugplatz Bisperode, über den Steinbruch am Ith geht es weiter Richtung Hildesheim. Hier wirds wieder blauer. Die "BP" gesellt sich kurz zu mir, zieht aber den direkten Heimweg vor, während ich noch Richtung Salzgitter Hütte gelenkt werde, es ist ja noch recht früh. Da, über den Stahlhütten steht ein wunderschöner Cumulus, fast einsam lockt er meinen Piloten magisch an. Der Einsatz wird belohnt: Mit z.T. bis zu 5,8m/s integriert werde ich in die Luft geschleudert. Wow! Noch ein kleiner Abstecher nach Südosten und dann geht es zurück zur Hütte. Diesmal geht es nicht ganz so rasant in den Himmel aber 3m/s sind immer noch drin. Die Endanflughöhe ist knapp erreicht und ab geht es nach Hause. Unterwegs wird noch alles geknipst, was sich in den Weg fliegt:
3000h-Kontrolle abgeschlossen, alle Systeme funktionieren wieder, 2 Tage geflogen, über 700 OLC-km und 10 Flugstunden und die Anmeldung zur DM rausgeschickt - Pilot also zufrieden 