Der Tag danach, Sonntag 27. Juni 2010: Nachdem mein Pilot erkannt hat, dass ich ihn durchaus noch nach Hause bringe und nicht eingeschnappt bin, wegen der vielen Fremdfliegerei, wird er wieder mutiger: Das LX5000 wird mit einem 574km FAI Dreieck gefüttert - Walsrode, Meyenburg, Wittenberg Lutterstadt. Das ist etwas weniger als gestern "frei" geflogen, also im Bereich des Machbaren (glaubt er).
Es fängt gut an, die Basis ist schnell bei 1500m, es gibt Wolken und das Steigen ist bei über 2m/s. Mit der "WK", eine SHK, im Kielwasser, geht es zügig über Walsrode Richtung Osten, bis Uelzen. Hier ist der Wolckenschalter noch auf "aus", also im Blauen weiter. Das geht aber nicht besonders gut und ein Blick auf die Uhr verrät, dass der Zeitplan in einen kritischen Bereich gekommen ist. Oder ist es nur wieder Kopfsache? Im Süden locken wunderschöne Wolken. Gestern um 0,05 Geschwindigkeitspunkte an der Wertung im Bundesligateam vorbeigesegelt. Es fällt die Entscheidung: Ab Richtung Cumuli! Die Begrüßung mit guten Steigwerten lassen jeden Zweifel fallen, etwas verkehrt gemacht zu haben. Jetzt lieber stressfrei unter Wolken noch versuchen, eine bessere Schnittgeschwindigkeit als gestern im 2 1/2 Stunden-Fenster zu erfliegen. Am Ende kommen 531 Jojo-OLC-Kilometer in der Südheide zusammen. Allerdings wird das gesteckte Ziel um etwa 0,7km/h nicht erreicht. Na, ja, größtes angemeldetes und geflogenes FAI-Dreieck der Clubklasse in Niedersachsen ist etwas über 520km. Vermutlich wären die 574km also zu groß gewesen. Kopfsache? Plötzlich zu gierig und nicht zu Ende gedacht?
Immerhin keine Außenlandung und noch einmal für Stendal trainiert, denn der Wettbewerb ist nur noch 1 1/2 Wochen entfernt. Pilot also zufrieden
