... kommt oft. So auch einmal wieder an diesem späten Augustwochenende. Zu dieser Jahreszeit, wenn die Tage schon deutlich kürzer werden und normalerweise Strecken um 300km gesammelt werden, dann sind 500km schon etwas Außergewöhnliches. Wenn dann im Nachhinein resümiert werden muss, es wäre auch noch mehr drin gewesen, dann ist es etwas außergewöhnlich Besonderes. Und wenn das gleich an zwei Tagen am Wochenende passiert, grenzt das schon fast an ein Wunder. Na, ja, oder an der richtigen Luftmasse, die Abends durch Kaltluftadvektion noch schön lange Thermik beschert. - Warum konnte es so etwas nicht häufiger diese Saison geben?
Am Samstag sollten nach Vorhersage in Meck Pomm die größten Strecken möglich sein. Also ging es um ein Antidreieck - "Da fliegt doch keine Sau lang!" - nördlich Berlin. Und weil es so gut und problemlos lief gleich noch nach Osten um 50km verlängert.
Der lange letzte Schenkel nach Hause verlief anfangs unterm Luftraum Charly von Berlin. Bis zum Ende des Luftraums lief es gut. Dann wurde die Optik seltsam und die Bärte ließen sich nur schwer finden. Nach einigem erfolglosen Suchen, war die Höhe soweit geschmolzen, dass ein Weiterfliegen auf Kurs keinen Sinn mehr machte. Jetzt wurde zu allem Übel noch ein heftiger Schlenker nach Norden nötig, um noch komfortabel an die nächsten Wolken zu kommen. Dafür war die Basis inzwischen deutlich höher. Trotzdem war der schöne Schnitt um 90km/h dahin. Überraschend war dann manch guter Bart unter gar nicht mehr gut aussehenden Wolken. Na, ja, unverhoft kommt eben oft und reicht dann auch noch nach Hause. Just for fun ging's nochmal bis kurz vor Peine, aber dann wurde mein Pilot wegen andere Bedürfnisse an den Boden gezwungen. Trotzdem war er hoch zufrieden 
Der Sonntag wurde als nicht mehr so gut, blau und mit frühem Thermikende vorhergesagt. Widersprüchlich dazu waren aber die Konvektionkarten. Mit den guten Erfahrungen vom Vortag sollten nochmal über 500km versucht werden, diese aber möglichst auf der Thermikrennstrecke des Flämings. Also nur kurz nach Allertal, nicht zu weit nördlich nach Perleberg und schließlich nach Zahna. Der Start verlief noch im Blauen. Im ersten Bart konnten dann schon erste Kondensen in unmittelbarer Nähe, nämlich direkt überm Flugplatz, gesichtet werden. Danach ging es nur noch vorwärts ohne nenneswerte Situationen: Nichts kritisches, nichts spannendes. Hervorzuheben ist noch die Wolkenstrasse an der letzenWende, die bis nach Magdeburg und weiter ging, wenn nicht wieder einmal das Schießgebiet Letzlinger Heide zu gewesen wäre. So ging es mit schwächer werdender Thermik und sich auflösenden Wolken weiter. Wenn auch da Steigen nicht mehr so stark war, es war da und hat so einen problemlosen Heimweg beschert, kurz vor Wolfsburg noch einmal auf 2000m, südlich Gifhorn 200m nachgetankt, um dann mit Rückenwind und erflogener 70er Gleitzahl Lust auf mehr zu bekommen: Nochmal nachsehen ob, Allertal noch da ist, um dann die Höhe Richtung Osten abzufliegen. Immer wieder kommt schönes Steigen, trotz längst erreichtem Thermikende laut Vorhersage. Am Ende noch 600km zusammengemökert. Geht ja doch noch mit dem Wetter in diesem Jahr. Pilot glücklich 