Der fünfte Wertungstag wird wieder eine Speed AAT. Mein Pilot haßt es, wenn die Wettbewerbsleitung glaubt, dass sie sich so aus der Affäre ziehen kann, wenn das Wetter nicht so passend vorher gesagt wird. Abschirmungen stehen auch heute wieder auf dem Programm. Wann und wo genau? Egal, liegt ja in der Hand des Piloten. Ob man so den besten oder nur den glücklichsten Piloten ermittelt ist ja nicht wichtig. Die letzten AATs die mein Pilot erlebt hat, haben meist einiges auf den Kopf gestellt. Hat man dann mal nachgefragt, wie der eine oder andere Glückliche denn seine Entscheidungen getroffen hat, dann war es häufig nicht das Wissen um Wetter, Gebiet, Taktik oder... - Also Würfelwertungen an solchen Tagen. AATs sind OK bei homogenen Wetter, damit der Pilot sein volles Können möglichst ohne Pulkbildung zeigen kann.
Wendepunkte sind Tangerhütte und Bronkow. Aha, kennen wir vom ersten Tag, da war es nur anders herum und als Racing. Ich werde spät hochgeschleppt. Nach dem Ausklinken geht es gleich auf 1700m bei mittleren Steigwerten und werde sofort über die Abfluglinie gesteurt, weil es am Platz blau zu werden droht und irgendwie schon alle scheinbar rumkrebsen. Hinter der Elbe stehen (noch?) Wolken und die gilt es so schnell wie möglich zu erreichen. Das gelingt problemlos und der Flug läuft entsprechend der guten Optik. 4:30 stehen zur Verfügung, viel Zeit, die es erforderlich macht weit genug in den ersten Sektor zu fliegen, im zweiten kann dann der Zeit entsprechend variiert werden. Es geht bis nordwestlich hinter Stendal. Die ersten 1,5h sind um, also wenden.
Unter Aufreihungen geht es nach Osten. Immer ein Stück der Aufreihung lang, Höhe machen und an passender Stelle zur nächsten Aufreihung im Süden springen, um nicht mit Luftraum Charly Berlin in Konflikt zu kommen. Beim Alten Lager dann kurzfristig eine Durststrecke bzw. etwas tief gekommen, weil das richtige Steigen ausblieb. Es fängt mal wieder an abzuschirmen. Aber noch geht es gut und auch wieder hoch nach oben. Reichlich viel los. "PS" und "RG" hatte ich schon südlich Brandenburg getroffen. Hier sind nun "DB", "EF", "F" und, und, und, ... Weils so gut geht, muß ich wieder vorweg. Wann lernt es mein Pilot mal, die anderen vorfliegen zu lassen. Es sind nur noch ganz wenige Kilometer zur Tonne, aber die Abschirmung ist nun da und die Cumulanten verschwinden mehr und mehr. 2 Gänge zurückschalten. Ich bin drinnen, angekratzt! Strecke im guten Wetter machen ode nach Hause?
Es soll nach Hause gehen, nochmal Höhe machen. Zusammen mit der "F" in einem mauen Meter. Die Zeit rennt davon. Die "F" fliegt weiter in den Sektor, für mich geht es nördlich Holzdorf unter 8/8 nach Hause. Einige Flusen verraten noch wo es trägt. Ab und zu steigt es auch 0,8 für 5 Minuten, dann 0,5 für weitere 5 Minuten und bei Oehna (da scheint ein echter Hotspot zu sein) sogar 1,1m/s auf 1700m, die mich wenigstens schon hinter die Elbe bringen können. Lüftung zu, Luft anhalten und los gehts. Hinter der Elbe 8 Minuten für 300m, aber es reicht noch nicht, also noch einmal 8 Minuten für 300m. Zum Glück wird das Steigen nach oben hin kräftiger, das motiviert meinen Piloten etwas. Endanflughöhe erreicht, Landung am Platz.
Fast alle Flugzeuge schon da, u.a. auch die "F" und die "EF", die südlich um Holzdorf sind. Dort ging es scheinbar besser und es sieht erst einmal nicht so gut aus. "BB" berichtet eine halbe Stunde verschenkt zu haben. Was macht der Führende. "Nö, nicht gesehen. Der ist noch nicht gelandet." - Der Anhänger steht noch. Da landet die "WA". Also ist auch noch Thermik...
"RG" landet nicht mehr am Platz. Er glaubte, dass keiner mehr rum kommt und hat versucht maximale Strecke zu fliegen. Eine Fehlentscheidung, die ihn die Führung kostet: "Wie gewonnen...". Damit sind die "BB" und die "6Y" die einzigen Flugzeuge, die bisher keine Außenlandung gemacht haben. Aber dazu gibt es ja noch einen Tag. Inzwischen scheint die Sonne wieder, das Bier schmeckt und mein Pilot ist zufrieden... 
P.S.: Nach vorläufiger Wertung reicht es damit erst einmal wieder für die Gesamtführung.