Gestern um 20:00 war Eröffnungsbriefing beim Elbe-Saale-Pokal (ESP). Kurz vorher gab es für mich die Wettbewerbs-Wendepunkte und ein Luftraumupdate, weil sich schon abzeichnete, das heute der 1te Wertungstag beim ESP sein würde. – 1ter Tag gleich Wertungstag, das gab es noch nie! – Startbereitschaft war 12:00. Um 11:30 gab es einen Kontrollanruf vom Flugplatz und da zeigten sich hinter Elbe schon die ersten Quellungen. Das passte mal wieder kaum mit dem Wetterbericht, der von Blauthermik sprach und vereinzelten Cu. Gut, für Schönebeck mochte das stimmen, pünktlich um 12:00 gingen die ersten Starts raus und keiner kam so richtig über 900m und das bei mäßiger Thermik. Über eine halbe Stunde ging es mir nicht besser, dann hat mein Pilot ein paar Kondensationen im nördlichen Bereich der Abfluglinie gesehen. Schnell hin, aber schon zu spät, sie hatten sich wieder aufgelöst, allerdings war hier jetzt endlich vernünftiges Steigen. Im Folgebart ging es sogar auf 1400m und diese wurden gleich für den Abflug genutzt, weil es so aussah, als ob die Wolken sich immer weiter in den Osten verziehen würden. Angekommen an den ersten richtigen Wolken passierte fasst nix, so ein Mist! Bis auf knapp 300m musste ich runter, bis ein „Geier“ uns Thermik anzeigte und den bis dahin besten Aufwind auf wieder 1400m brachte. Die Basis war sogar noch höher, allerdings ließ das Steigen nach. Nun konnten die ersten Aufreihungen genutzt werden und es ging zügig voran. Jetzt immer nur warten bis wieder ein guter Bart kam und sie kamen. Die Thermik war auf dem Fläming mal wieder voll am brüllen. Die Schwierigkeit bestand darin, die richtige Aufreihung zu nehmen. Fast nicht Kurbeln zu müssen, zollte seinen Tribut mit Ablagen über 30°. Unschön war dann die Wende in Dahme, die nur durch fast thermikloses Gebiet zu erreichen war. Ende vom Lied: Bei inzwischen über 1800m Basis befind ich mich in gerade mal 800m wieder und um Anschluss an die Thermik zu bekommen, hat mein Pilot wieder einen schönen Zacken in den Kurs geflogen. Ob es nötig war? Egal, der Aufwind war gut und es gab wieder Anschluss an eine Aufreihung, die allerdings nicht das erwartete Steigen brachte. Der Gleitflug konnte aber auf über 50km gestreckt werden und am Ende waren noch 2,4m/s drin. Die zweite Wende Lüsse war jetzt nur noch 10km weit weg, aber nördlich und nicht wie geplant vom Osten kommend. Wie so oft in Lüsse ging die Thermik wieder wie die Post ab. Leichter Anschluss, Aufreihungen fast auf Kurs und der Endanflugbart war ein 3 ½er, so dass ich kurz vorm gelben Bereich über den Rest der Aufgabe gepeitscht wurde.
So wie es aussieht: Tagessieg, schöner Wettbewerbsbeginn! Pilot also 