So, nun ist wieder etwas Ruhe eingekehrt. Freitag war Bergfest und wie berichtet, kam ich wegen schlechtem Wetter nicht aus dem Hänger. Samstag war ebenfalls nicht fliegbar und das wussten wohl einige Piloten, denn vermutlich in Kombination mit dem Bergfest, war es ihnen nicht möglich, am Briefing teilzunehmen.
Der Sonntag hatte es dann in sich. Starker Wind mit ca. 35km/h aus West waren angesagt, dabei aber auch gute Thermik. Es wurde zügig aufgerüstet und die Wettbewerbsleitung gab eine 350km Racing-Aufgabe um Neuruppin und Uelzen vor. Ich werde früh über die Abfluglinie gesteuert. Leider zeigt sich später zu schnell bei dem sehr starken Rückenwind: 34 Straf- bzw. Gerechtigkeitspunkte wie sie hier genannt werden. Der Abflug erfolgte zusammen mit der BB und es sollte im Team weitergehen. Leider finden wir uns schnell in nur 500m Höhe wieder. Und erneut ist es der starke Wind, der zu unerwarteten Schwierigkeiten führt. In der geringen Höhe ist es kaum möglich, in den engen Bärten gemeinsam hoch zu kommen. Das Team ist nach zweimaligen Klappenziehen (je einmal) gesprengt! Es geht solo weiter. Zäh geht's voran und die Hoffnung schnell zu sein schwindet. An der ersten Wende kommen die beiden LS-4en UWE & UY dazu. Zusammen geht es weiter auf den langen Gegenwindschenkel nach Uelzen. Die beiden ASW-15en R(omeo) und J(uliet) können unter einer parallel verlaufenden Aufwindreihung beobachtet werden. Und dann wird BB wieder aufgerollt. Inzwischen ist auch RG dabei und M4 wurde gesichtet. Zu viele um eine gute Platzierung zu machen. Egal, nur nicht wieder eine Außenlandung! Mit der BB geht es rasch nach Uelzen. Die anderen verschwinden aus dem Gesichtsfeld. Die Steigwerte liegen bei meist knapp 3m/s und es wird schnell gegen den Wind vorgeflogen. Meist zeigt der Fahrtmesser 150km/h. Kurz vor Uelzen muß gebremst werden. Die Aufwinde werden schlechter und Warmluft scheint von Süden reinzudrücken. RG taucht wieder auf. Gemeinsam wird die Wende in etwa 1000m genommen (die Basis ist deutlich höher). Unzufrieden mit den Bärten wird immer nur wenig Höhe gemacht, in der Hoffnung wieder mal einen 3er zu ziehen. Die BB fliegt 1 bis 2km weiter nördlich, dreht plötzlich aus nicht nachvollziehbaren Gründen nach Norden. Ich werde weiter auf die nächste Wolke gelenkt, als 3,5m/s von der BB gemeldet werden. Zu spät. Das ist zu weit weg und das Risiko, unten den Bart nicht zu finden, ist zu hoch. Also wieder alleine unterwegs. Es wird kein kräftiger Aufwind mehr gefunden und es werden wieder kleine Brötchen gebacken. Zum Glück hilft jetzt der Rückenwind ordentlich beim nach Hause kommen. Ohne Strafpunkte Platz 14. Das geht doch nach dem anfänglichen Patzer. Es müssen sich die anderen also auch gequält habe. - Pilot also 
Der Folgetag bringt Grauthermik. Die Clubklasse wird gestartet, aber die Bedingungen sind zu durchwachsen. Es kommt zu keiner Wertung. Die meisten landen wieder in Neustadt-Glewe, ohne ernsthaft Strecke gemacht zu haben. Heute wurde nach dem 10:00 Briefing gerüstet. Ohne Abkleben schon nass an den Start. 12:00 Feldbriefing: Neutralisation. Auf dem Rückweg zum Hänger der erste Blitz …