Wie im letzten Jahr finden die Wettbewerbsflüge diese Jahr wieder zum Ende des Elbe-Saale-Pokal statt. Morgen soll wohl auch wieder fliegbar sein. Das wäre dann der 3te Tag.
Der Tag heute hatte es in sich. Der Metrologe wurde durch eine Metrologin ausgetauscht und schon sollte das Wetter so richtig werden: 2m/s und Basis zwischen 1800 und 2100m. Das Ganze bei 2/8 Cu. Der Fläming knallt wieder richtig. Die Aufgabe war 360km groß und sollte demnach eigentlich kein Problem sein. Am Ende war aber Alles viel spannender als erwartet.
Am nordostlichen Zipfel der Abfluglinie war die Basis schon einmal 200m höher als über Schönebeck und war mit knapp 2000m die größte Höhe über den ganzen Flug. Der erste Schenkel nach Groeditz lief bis zur Hälfte wie's Brezelbacken. Aufreihungen und gutes Steigen führte schnell zum Einholen der Erstabgeflogenen. Aber dann... - Die Wolken liefen breit, die Sonneneinstrahlung bewegte sich gegen Null. Trotzdem ging es immer wieder nach oben, teilweise mit so guten Steigwerten, die nicht mehr zum Wetter passten. Glücklicherweise gab es genug stellen wo die Sonne auch mal wieder durch kam. Trotzdem: Das Vorfliegen wurde verhaltener, die Umwege größer und es musste viel Höhe in weiten Strecken abgeflogen werden. Die Bärte waren unten dann schwer zu finden, waren bockig und sehr eng, so dass ich mit 45-50 Grad um die Ecke gezogen werden musste. Kurz vor der zweiten Wende in Groß Leuthe ging es dann auch noch runter auf 400m. Auf dem letzten Schenkel passierte das noch zweimal und ich spürte die schwitzigen Hände von meinem Piloten an meinem Steuerknüppel. Aber irgendwie hat er uns immer wieder da rausgelotst. Der letzte Schenkel wurde viel mit der DG-100 HO zusammen bewältigt. Beim Aufsuchen der Thermik ein klarer Vorteil, wenn man zu zweit die Wolken nach dem besten Steigen absuchen kann. Irgendwie steckte in jeder gut aussehenden Wolke ein 3m/s Aufwind, nur finden ließ er sich oft nie oder erst nach dem verlassen der Wolke. Trotzdem Aufgabe geschafft. Tagessieg - Pilot glücklich
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