Quer über'n Campingplatz: “6Y – Weckruf – aaaauuuuuufstehen!” Wenn der 5te Tag beim ESP schon so beginnt… Metrologe und Pilot Thomas, noch etwas dösig vom vielen Weizen am Vortag, wollte scheinbar auf keinen Fall, dass mein Pilot verpennt. Bei soviel persönlichem Einsatz inklusive Betätigung der Flugplatzsirene ist es ihm dann auch gelungen.
Nach dem ganzen Regen von den Vortagen war es eigentlich kaum vorstellbar, dass der Tag richtig gut werden sollte, obwohl Toptherm Großes vorhersagte. Die Aufgabe aus dem Briefing war dann ein etwa 320er Vieleck. Erst etwa 45km nach Süden, dann nördlich vorm Harz lang nach Königslutter und über den Fläming nach Raben und schließlich zurück nach Schönebeck.
Der Abflug war ganz passabel bei maximaler Höhe und guten Wolken auf Kurs. Er war vielleicht etwas zu früh, aber ein später Abflug am ersten Tag im letzten Jahr verbaute einen Treppchenplatz. Der erste Schenkel lief auch so olala, weil die Thermik eng und schwer zu finden war. Der Plan vor der Wende sich mit dem Westwind noch mal richtig nach oben zu kurbeln und an die Wende treiben zu lassen misslang. Irgendwie war der Wind hier auch sehr schwach (Windräder standen) und witzigerweise laut Logger auch aus Süd und nicht aus West. Ein paar gute Wolken halfen schnell den zweiten Schenkel zu beginnen, allerdings gab es vom Harz scheinbar einen Leeeffekt, denn die Wolken auf Kurs waren die südlichsten und zogen nicht mehr richtig. Konsequenterweise befand ich mich über Oschersleben dann eben mal auf Ameisenkniehöhe wieder. Hier gab es zwar wieder Anschluss, aber es gesellten sich eine Menge Flugzeuge dazu , aber erst nachdem ich wieder eine akzeptable Höhe von 600m hatte. Von den Dazugekommen wusste mein Pilot nicht, ob sie vor oder nach ihm abgeflogen waren. Das macht nervös. Es lief einfach nicht und das ging so weiter bis über die Wende Königslutter nach Helmstedt, immer nur zwischen 600 und 1000m bei Steigen unter 2m/s. Aber es musste doch irgendwie und wo besser gehen. Über Funk kamen immer wieder Meldungen von Steigwerten über 3m/s. Und endlich ab Helmstedt anfänglich 2 dann 2,5 und schließlich über 3m/s an eine Wolkenstraße heran, die dann bis Magdeburg fast ohne Kreisen genutzt werden konnte und es wurde die DG-100 „CW“ aufgesammelt. Danach noch etliche Aufreihungen und immer wieder Steigen über 3m/s zusammen mit CW. Endlich lief es. Eigentlich viel zu einfach!
Am Ende reichte es dann doch trotz der Problem vom 2ten Schenkel für den Tagessieg in der vorläufigen Wertung. Also Pilot glücklich
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